Hier mal ein Bericht den mir Daniel zugeschickt hat.
Freies Training:
Alle Sitzungen waren im Nassen bzw. abtrocknende Strecke. Wirklich trocken wurde es nie. Allerdings war er doch bei allen Sitzungen gut dabei - Anfangs fehlte einfach noch das Vertrauen ins Auto und die nötige Erfahrung, letztendlich wurde es aber immer besser.
Qualifying:
Das Qualifying fand im trockenen statt - alle Fahrer fuhren nun erstmals im trockenen und es war ein Glücksspiel, eine passende Abstimmung zu finden. In dieser Situation war Adrian nun extrem benachteiligt. Er ist das Auto lediglich einmal 45 Minuten im Trockenen bei seinem einzigen Test in Silverstone gefahren - seitdem nur noch einmal ein Training in Brands Hatch im Regen. Man baute ihm ein Standardsetup von Timo ein, womit er aber auch nicht zurecht kam (aber es war das einzige was man machen konnte). Trotz alledem stellte er das Auto im ersten Qualilauf mit alten Reifen auf den 7ten. Den nächsten Turn fuhr er mit neuen Reifen - allerdings war dieser Turn, wie auch der dritte, den er wieder auf alten Reifen fuhr ein Schuss in den Ofen Im vierten Turn hat man den letzten neuen Reifensatz aufgezogen und hier hat er dann doch nochmal eine ordentliche Runde hingebracht - zwar immer noch mit viel Luft nach oben, aber besser als alles andere zuvor. In der Addition war aber dann leider mehr als der 11te nicht drin.
Sprintrennen:
Man hatte sich im Team ein wenig verkalkuliert - man hatte gedacht, es würde an diesem Wochenende mehr regnen und so hat man einen Trockenreifensatz gegen einen Regenreifensatz getauscht - das Resultat war, dass man nun einen Trockenreifensatz zu wenig hatte und mit den Reifen haushalten musste. Also fuhr Adrian im Sprintrennen den ganz alten Satz - zudem hatte man sich auch noch in der Abstimmung verhauen. Nachdem Adrian am Start eine Position verloren hatte, lieferte er zumindest für die Kameras ein tolles Rennen - von der ersten Runde an war er im Zweikampf mit Großbritanien (die dann aber nach paar Runden von Irland abgeschossen wurden). Nun war Scott Speed (USA) hinter Adrian und biss sich bis zur letzten Runde die Zähne aus. Letztendlich überquerte Adrian ohne eine weitere Position verloren zu haben und nach wirklich tollen Zweikämpfen (gut 60% der Übertragungszeit auf Premiere ging auf seine Zweikämpfe) auf P12 die Ziellinie - gerade mal 9 Hundertstel vor Scott Speed.
Hauptrennen:
Nun hatte man fürs Hauptrennen zwei fasst neue Satz Reifen. Zudem hat man die Abstimmung noch mal geändert. Start: Adrian kam nur mittelmäßig weg am Start - allerdings verlor er diesmal keinen Platz. Nachdem am Start gleich zwei Wagen stehen blieben, kam direkt in der ersten Runde das Saftycar raus. Adrian lag zu diesem Zeitpunkt auf P11. Noch während das Saftycar draussen war, fuhr Adrian in Runde 3 zum Pflichtboxenstopp. Man wusste, dass man im Hauptrennen doch einiges schneller sein würde als im Sprintrennen und so versuchte man, mit einem frühen Pflichtboxenstopp erst mal freie Fahrt zu haben und keine Zeit mit Zweikämpfen zu verlieren. Nun fuhr Adrian ein wirklich tolles Rennen - er arbeitete sich Runde für Runde nach vorne und als nach einem Unfall wieder das Saftycar raus kam, lag er bereits auf P5. Nach dem Restart konnte er direkt in der ersten Kurve Ralf Firman überholen und lag nun auf P4 - direkt hinter Scott Speed, Nelson Piquet und Premat. Piquet allerdings hätte sowiso noch mal zum Pflichtboxenstopp gemusst - also lag Adrian eigentlich schon auf P3. Noch in dieser Runde griff er Scott Speed an, war auch schon fasst vorbei, also ihn nach einem kapitalen Verbremser Jos Verstappen abräumte. Damit war das Rennen für beide beendet - Verstappen entschudligte sich zwar umgehend, aber nach dem tollen Rennverlauf war das natürlich eine Enttäuschung - denn das Podest war absolut drin. Premat hätte er zwar nicht bekommen, alle Anderen waren aber zu diesem Zeitpunkt nicht mehr schneller als Adrian.
Resumé:
Adrian hat zwei tolle Rennen gefahren, das Team hat super gearbeitet (schnellster Boxenstop im ganzen Feld), nur der Holländer hatte was gegen das ganze
Nichts desto trotz hat Adrian das Auto nun doch besser kennen gelernt und für Sydney schaut das ganze schon viel positiver aus. Ziel ist dort wieder das Podest - mal sehen wie es dort läuft.
Es wird beim nächsten Rennen erneut Adrian Sutil für Deutschland an den Start gehen. Er mußte sich ja auch erst auf den Qualifikationsmodus und natürlich auf das Auto einstellen. Das hat ja auch seine 4. Quali-Zeit gezeigt das es ihm gut gelang. Nicht zuletzt konnte man auch erkennen, das die Boxencrew jetzt richtig gut gearbeitet hat (Strategie und Zeit). Das läßt für das Rennen am Wochenende hoffen, das es wieder gut läuft, er ins Ziel kommt und weitere Punkte einfährt.
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